Projektbeschreibung Nestlé:

Migration Stammdaten R/2 -> R/3, Transportsimulation und Machbarkeitsprüfung von disponierten Transporten
Nestlé S.A., die französische Tochter des gleichnamigen, weltweit tätigen Lebensmittelkonzerns, arbeitete mit GPC bereits bei der Einführung und Wartung des R/2-Standardtransportmoduls RV-RT zusammen.

Migration Stammdaten R/2 und R/3
Bereits im R/2 setzte Nestlé S.A. Ortsdatei und Entfernungswerk, damals noch Teile des Standardmoduls RV-RT, produktiv ein. Da diese Funktionalitäten unter R/3 im Standard nicht angeboten wurden, entschloss sich Nestlé S.A. das GPC Standardmodul ‘Ortsdatei/ Entfernungswerk’ einzusetzen. Hierzu war es notwendig, die Nestlé-spezifischen Stammdaten vom R/2 Standard in die R/3 GPC-Funktionalität zu migrieren. Die zu migrierenden Daten umfassten die Ortsdatei, das Entfernungswerk und bereits bestehende Anbindungen von Stammdaten (Versandstellen, Kunden, Lieferanten) an die Ortsdatei. Besonders die Migration der bestehenden Anbindungen war eine Herausforderung, da sich die (Schlüssel-)Definition der Orte im R/3 stark von der im R/2 unterscheidet.

Transportsimulation und Machbarkeitsprüfung von disponierten Transporten
Basierend auf den Strecken eines bereits disponierten Transports sowie der darin definierten Anfahrreihenfolge ermöglicht es eine Zusatzfunktionalität, eine Transportterminierung durchzuführen: Ein Selektionsreport ermittelt alle Transporte, die zur Bearbeitung anstehen. Unter Berücksichtigung von gesetzlichen Richtlinien und arbeitsrechtlichen Rahmenbedingungen - wie Durchschnitts- geschwindigkeit, maximale Fahrt- und Arbeitszeit, vorgeschriebene Pausen, usw. - wird auf Grund von Lieferterminen und im Kundenstamm hinterlegten Warenannahmezeiten sowie Entfernungen aus dem GPC-Standardmodul ‘Ortsdatei/Entfernungswerk’ errechnet, wann der letztmögliche Starttermin für einen Transport ist. Die komplette Steuerung durch Rahmenbedingungen findet basierend auf Tabelleneinträgen statt. Es ist möglich Straßen- und Bahnstrecken zu berücksichtigen, wobei für Bahnstrecken zusätzlich feste Abfahrts- und Ankunftszeiten sowie Zeiten für das Umladen definiert werden können, für Straßenstrecken Zeiten für Be- und Entladen. Generell werden alle Zeiten gegen definierte Warenannahmezeiten von Kunden bzw. Ladezeiten der Versandstellen geprüft. Weiterhin wird ein im System hinterlegter Kalender genutzt, um zu prüfen, ob an den einzelnen Tagen überhaupt gefahren bzw. be- oder entladen werden darf. Falls der letztmögliche Starttermin für einen Transport bereits in der Vergangenheit liegt, so wird der Transport als fehlerhaft markiert, anderenfalls wird dieser Termin als geplanter Transportbeginn in den Transport geschrieben. Bei fehlerhaften Transporten wird ein Protokoll ausgegeben, das es dem Benutzer ermöglicht, manuell einzugreifen (z. B. Änderung von Lieferterminen).

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