Leistungsmerkmale des GPC-Moduls
’Multimodale Kalkulation’
(Kurzbeschreibung)

1. Allgemeines

Dieses Tool gibt dem Anwender die Möglichkeit, Transporte mit allen Verkehrsträgern bzgl. der Frachtkosten zu planen und zu analysieren. Dazu ist kein SAP-Beleg (z.B. Auftrag, Lieferung, Transport, Bestellung) notwendig. Die MMK deckt alle transport- und frachtrelevanten Anforderungen für eingehende und ausgehende Verkehre ab. Transportmittelrestriktionen (Abmessungen/Gewichte/Volumen) und Routendefinitionen – speziell für die internationalen Verkehre – werden berücksichtigt. Dieses Tool liefert die Ergebnisse bzgl. aller Fragen zu:

  • welche(r) Dienstleister kommt in Frage (Priorität/Preis)
  • welche(s) Transportmittel wird benötigt
  • welche Kombination von Transportarten sind für ein bestimmtes Szenario möglich (z.B. LKW zum Seehafen/Seetransport von Hafen zu Hafen/Seehafen zur Enddestination)


2. Stammdaten/Steuerung
Über Nutzergruppen/Frachtmodi können explizit Transportszenarien nutzerspezifisch und fachspezifisch (Einkauf/Verkauf/Transport/Frachteinkauf) vordefiniert werden. Das bedeutet, dass der Anwender über die Auswahl seiner Nutzergruppe alle für die Planung und die Berechnung von Transporten notwendigen Daten auf dem Einstiegs-Dynpro als Vorschlagswerte erhält. D.h. wenn das System entsprechend konfiguriert ist, benötigt der End-User kein transportspezifisches Fachwissen, um auf seine Anfrage die den Frachtvereinbarungen entsprechende Anwort zu erhalten.

Folgende Einstellungen sind dafür im System notwendig:

2.1 Routendefinition/-findung
Für die Ermittlung der korrekten Transportwege nutzt das Tool die Standard – SAP Route. Die Ermittlung der Route hingegen wird über GPC-Konditionstechnik gesteuert. Im internationalen Verkehr sind z.B. folgende Varianten denkbar:
     Door – to door
     Door – to port mit Umschlag
     Vorlauf/Hauptlauf/Nachlauf

2.2 Verpackungsstrategie
Das System ermittelt anhand vordefinierter Verpackungsstrategien die optimale Zusammensetzung der Transportmittel je Transportmodus (LKW/Bahn/See/Binnenschiff/Paketdienst) und ermöglicht es somit, dass der Anwender die entsprechenden Mengen der Bestellung/des Auftrags vorgeben kann und das System dann diese Mengen auf die erforderlichen Transportmittel aufteilt.

2.3 Dienstleisterauswahl
Sind die Route und die entsprechenden Transportmittel ermittelt, startet die MMC die Dienstleisterauswahl. Es werden für jeden einzelnen Transportabschnitt die potenziellen Dienstleister ermittelt und – je nach Verarbeitungsmodus (batch/online) – dem Anwender zur Auswahl angeboten. Dies kann anhand verschiedener Methoden geschehen:

  • Günstigste Fracht
  • Priorität
  • Prozentualer Anteil am Frachtvolumen

3. Ablauf
Für dieses Tool stellt GPC eine separate Transaktion zur Verfügung. Die Berechtigungssteuerung läuft über SAP-Standard. Die für den User eingerichtete Usergruppe wird automatisch ermittelt und stellt die Defaultwerte auf dem Dynpro ein. Material und Gewichte, Volumina sind vom User zu definieren. Abgangs-/Empfangsdaten können online geändert werden. Nach Ausführen des Execute-Befehls werden pro Transportabschnitt alle verfügbaren Dienstleister angezeigt. Der User trifft dann die Auswahl. Das Endergebnis der gesamten Kalkulation wird dann auf einem Listbild dargestellt. Hier werden alle Transportszenarien mit Frachtkosten aufgelistet. Die Frachtwerte werden in der voreingestellten Währung angezeigt (umgerechnet), das Gleiche gilt für Mengeneinheiten. D.h. das Tool ist international einsetzbar und weist auch die entsprechenden Steuerbeträge aus, sofern sie anfallen.

4. Internationaler Vergleich
Das Tool eröffnet die Möglichkeit, unterschiedliche Bezugs-/Versandoptionen für bestimmte Materialien auf einen Blick miteinander zu vergleichen. Z.B.:
-  Bezug eines Materials A eines Lieferanten in China vs.
- Bezug eines Materials A eines Lieferanten in USA vs.
- Bezug eines Materials A eines Lieferanten in Brasilien, etc.

5. Integration in SAP-Standardtransaktionen
GPC hat diese Funktion auch in Standard-SAP-Transaktionen zur Verfügung gestellt. D.h. im Auftrag oder auch im Angebot ist der Aufruf dieser Transaktion möglich, so dass der Anwender sofort während des Gesprächs mit dem Kunden sehen kann, welche Transportmöglichkeiten für diesen/dieses Auftrag/Angebot zur Verfügung stehen und welche Transportkosten damit verbunden sind.

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