Leistungsmerkmale des GPC-Moduls ‘Fleet Management’
(Kurzbeschreibung)


1. Allgemeines
Mit diesem Add-In-Modul für SAP R/3-Systeme besteht die Möglichkeit, Transportmittel (Handling Units) im System zu verwalten und zu disponieren – unabhängig davon, um welchen Transportmitteltyp (LKW, Bahnwaggon, Binnenschiff, Container, ...) es sich handelt. Darüber hinaus ist es möglich, die Funktionalitäten des Equipmentstamms (PM) zu nutzen. Dadurch können für Transporte die verfügbaren und optimalen Transportmittel bestimmt und automatisch verwendet werden. Diese Disposition kann sowohl mehrstufig erfolgen (z. B.: Material in Container und anschließend Container auf Tragwagen oder LKW) als auch für n Lieferungen und n Transportmittel zur gleichen Zeit (z. B.: Ganzzugabwicklung). Anschließend an die Disposition können - aufgrund der im System verfügbaren Belege – sowohl die Anmietung und Vermietung von Transportmitteln als auch die interne Verteilung von Transportmittelkosten bei eigenem Fuhrpark automatisch durchgeführt werden. Die gesamten Stamm- und Bewegungsdaten stehen dann für Tracking- und Tracing und für statistische Auswertungen zur Verfügung.

2. Stammdatenverwaltung/Customing
Für die im System hinterlegten Ortssätze stehen folgende Transaktionen zur Verfügung:
Anzeigen, Hinzufügen, Ändern (mit Kopierfunktion), Selektionen über den gesamten Daten- bestand, Massenänderungen und Reorganisationsprogramme sowie Informations- und Auswertungs-Tools. Des Weiteren existieren Verwaltungs-Tools um eine manuelle Pflege der Entfernungen vornehmen zu können.


2.1 Transportmittelstamm
Zur Verwaltung der Transportmittel stehen die Transaktionen Anlegen (mit Vorlage), Ändern, Anzeigen und Liste zur Verfügung. Es können sowohl fest definierte als auch sogenannte CPD-Transportmittel verwendet werden. Bei CPD-Transportmitteln handelt es sich um diejenigen Transportmittel, welche nur selten zum Einsatz kommen bzw. die nicht näher definiert sein müssen. Es existiert eine flexible Statusverwaltung, welche es ermöglicht Transportmittel zu sperren oder für eine Folgefunktion (z. B. Reinigen) vorzumerken.

2.2 Konditionstechnik Disposition
Die automatisierte Disposition und die manuelle Zuordnung von Transportmitteln wird durch die Konditionstechnik unterstützt. Dadurch kann eine hohe Performance-Steigerung erreicht und sichergestellt werden, dass keine unzulässigen Transportmittel verwendet werden.

2.3 Prüflogik
Um sicherzustellen, dass die über die Konditionstechnik ermittelten Transportmittel auch tatsächlich einsetzbar sind, ermöglicht GPC eine  zusätzliche Prüflogik, die Einzelprüfungen miteinander kombiniert und vor allem auf den Status der Transportmittel abzielt (z. B. Rückmeldung von Reinigung, Automatikkupplung aktiv, Wartung steht unmittelbar bevor u. ä.). Die standardmäßig ausgelieferten Prüfungen können um kundenspezifische Checks ergänzt werden.

3. Ablauf

3.1 Transportmitteldisposition

Bereits disponierte Transporte können mittels der automatischen oder der manuellen Disposition weiterverarbeitet werden. Entsprechend den Einstellungen im System werden einem Transportbeleg dadurch ein oder mehrere Transportmittel zugewiesen. In der automatischen Transportmittel-Disposition können aus einer Liste von zu disponierenden Transporten ein oder mehrere Belege zur Weiterverarbeitung angestoßen werden, wobei der Benutzer die Möglichkeit hat, den Systemvorschlag zu prüfen und gegebenenfalls manuell abzuändern. Eine Priorisierung gewährleistet, das zu verwendende Transportmittel zu bestimmen bzw. dieses in einer Auswahlliste nach oben zu schieben.
Innerhalb der manuellen Disposition wird das zu verwendende Transportmittel manuell angegeben bzw. ausgewählt und anschließend dessen Zulässigkeit geprüft. Weitere (eventuell nicht automatisch ermittelbare) Daten sind zu definieren (Gewichte, Volumina, ...). Wurde für einen Transport eine mehrstufige Disposition ermittelt und ist diese noch nicht abgeschlossen, so bleibt dieser Beleg weiterhin im Arbeitsvorrat. Selbstverständlich kann eine bereits durchgeführte Disposition auch wieder storniert werden.
Um das Dispositionsergebnis transparent darzustellen, offeriert das System ein Tool, mit dessen Hilfe die durchgeführte Disposition (hierarchisch) dargestellt werden kann.

3.2 Mietabwicklung
In der Mietabwicklung können mit Hilfe der im System verfügbaren Daten die Anmiet-, Vermiet- und internen Kosten der einzelnen Transportmittel ermittelt und an die entsprechenden Kostenträger weiterbelastet werden (FI und/oder CO). Hierbei werden im System hinterlegte Vertragsdaten und die zugehörigen Bewegungsdaten der einzelnen Transportbelege verwendet. Basierend auf diesen Daten werden die Kosten je Abrechnungsperiode ermittelt. Aus diesem Ergebnis können dann SAP-Standard-Belege erzeugt werden, welche im Standard auch weiterverarbeitet werden können. Dies sind im Einzelnen:
  - Bestellung für Anmietkosten
  - SD-Auftrag für Vermietkosten
  - interne Leistungserfassung für interne Kosten

4. Sonstiges

4.1 Zusammenwirkung mit anderen GPC-Modulen

Das GPC-Modul Fleet-Management kann als Datenbasis für das GPC-Zusatzmodul ZF-Band-Abwicklung verwendet werden, welches auf die Daten aus der Transportmittel-Disposition zugeschnitten ist.
Auch das GPC-Modul Bahn-Management kann im Wechselspiel mit dem Fleet Management genutzt werden. Dies hat den Vorteil, dass Stammdaten nur an einer Stelle gepflegt werden müssen und – sofern benötigt – zusätzliche und detailliertere Daten zur Verfügung stehen.
Sofern das GPC Modul ‚Frachtstatistik’ installiert ist, sind die Kostenelemente, die im Rahmen der Mietabwicklung bzw. internen Kostenabrechnung entstehen, in diesem Modul verfügbar und können neben den Transport- und Lieferdaten zur Erstellung von aussagefähigen Auswertungen herangezogen werden.
Das System beinhaltet diverse Auswertungsprogramme, die die transportmittelbezogenen Daten bzgl. Umlaufzeiten, Kosten, Auslastung, ... in entsprechenden Listdarstellungen zusammenstellen.
Die transportmittelbezogene Historiendatei kann für die Aufnahme von externen Informationen (Tracking- und Tracingdaten) verwendet werden.

4.2 Userexits
An den Stellen im Programmablauf, an denen kundenspezifische Funktionen erwartet werden, die standardmäßig nicht vorgesehen sind, wurden USEREXITS vorgesehen.


 

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